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Gehörlosengeld in Hessen eingeführt .... oder

 „Gleich taub, ungleich behandelt"

 Eine Stellungnahme des Cochlear Implant Verbandes Hessen – Rhein-Main e.V.

Als Ende April 2021 die Nachricht von der bevorstehenden ersten Lesung des Gesetzes zum Gehörlosengeld in Hessen verbreitet wurde, überschlugen sich die Regierungsparteien in Eigenlob und auch die Opposition war Feuer und Flamme für diese Initiative, um die bereits viele, viele Jahre gerungen wurde.

Die Frankfurter Rundschau titelte am 19.04.2021 – von der Regierung unwidersprochen – „Monatlich 150 Euro sollen jene Hessinnen und Hessen erhalten, bei denen „Taubheit oder eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit beiderseits" vorliegt." Damit waren Erwartungen geweckt, die so offenbar nie geplant waren umzusetzen, aber mit diesen Enttäuschungen müssen wir uns nun auseinandersetzen, nachdem am Donnerstag das Gesetz nach dritter Lesung und im entscheidenden Punkt unverändert verabschiedet worden ist.

Das Ministerium war in der Hinsicht u.E. von Anfang an äußerst schlecht beraten, denn auch Fachleute haben mehrfach darauf hingewiesen, dass die Kombination von GdB 100 und dem Merkzeichen GL in vielerlei Hinsicht ins Leere läuft. Auch widersprechen die Zahlen, die der Staatsminister in seinen Ausführungen zum Besten gab -„80 % aller Gehörlosen haben die Merkzeichen GL in der Kombination mit dem GdB 100"- völlig der Wahrnehmung der Selbsthilfe der Ertaubten und Schwerhörigen in Hessen. Wir sehen in dem Gesetz eine glasklare Diskriminierung von gehörlosen Menschen und einen Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

Sämtliche Gesprächsangebote an die Regierungsparteien wurden ignoriert, unsere Expertise in das Verfahren einzubringen. In dem entscheidenden Punkt, der zu den Erwartungen im April geführt hat, war die Regierung nicht bereit sich zu bewegen.

In den Namen von neuen Gesetzen hat in den letzten Jahren ein gewisser Euphemismus Eingang gefunden, so gibt es neben dem „Starke-Familien-Gesetz" und dem „Gute-Kita-Gesetz" nun auch ein Landesgehörlosengeldgesetz – LGlGG, das seinen Namen in der Form leider NICHT verdient.

„Dumm ist der, der Dummes tut" sagt uns Forrest Gump, aber gehörlos ist offenbar NICHT jede/r, die/der vom Versorgungsamt als gehörlos eingestuft ist und dafür das Merkzeichen GL erhalten hat.

Eigentlich müsste das Gesetz von Anfang an wie folgt heißen:

LandesgesetzüberGehörlosengeldfürbestimmteGruppenvonGehörlosendiegehörlosoderanTaubheitgrenzendsindmitschweren
SprachstörungenunddeswegeneinenGdB100haben.

Die dafür notwendige Abkürzung erspare ich uns allen.

Während jene jubeln, die unter diese Definition fallen, sind andere zutiefst enttäuscht, die zwar vom Versorgungsamt als GEHÖRLOS eingestuft sind, die aber keinen GdB 100 haben. Der Sozialminister gibt jenen mit auf den Weg, doch auf dem Versorgungsamt ihre Einstufung überprüfen zu lassen, was jetzt ggf. zu einem Ansturm auf die Ämter führen könnte. Aber die Hürde dort ist hoch, denn wie sollte jemand im fortgeschrittenen Alter heute im Jahre 2021 belegen können, dass er/sie bereits frühkindlich ertaubt oder bereits gehörlos geboren ist? Bisher spielte es KEINE wesentliche Rolle, ob man GdB 90 oder 100 hatte, heute spaltet das die Gehörlosen im Lande, wie wir aus zahlreichen Rückmeldungen seit Donnerstag vernommen haben.

Wie gesagt, wir sind Befürworter des Gesetzes, es ist aber leider handwerklich absolut schlecht gemacht und wir sind dankbar, dass die Oppositionsparteien dies offenbar verstanden haben, während die Regierungsparteien hier keine Einsicht hatten.

Wir möchten dennoch alle Trägerinnen und Träger von Cochlea Implantaten und anderen Hörhilfen ermuntern, die nun bezugsberechtigt sind (Merkzeichen GL und GdB 100), sich um das GL-Geld zu kümmern. Es geht pro Person um maximal 9.900 €, da das Gesetz zunächst bis Ende 2026 befristet ist. Senden Sie unbedingt vorab formlos ihren Antrag samt Kopie des Schwerbehindertenausweises an:

Funktionsbereich Blinden- und Gehörlosengeld 

Funktionsberichsleiter 
Bernd Torbohm
Haupt- und Regionalverwaltung Kassel
Kölnische Straße 30
34117 Kassel
Telefon 0561/1004-2252
Fax 0561/1004-1252
EMail bernd.torbohm@lwv-hessen.de

Insbesondere Kinder mit Cochlea Implantaten haben somit Anspruch auf diese Leistung, damit sollen Mehraufwendungen ausgeglichen werden, um die gleichberechtigte Teilhabe der Menschen mit Sinnesbehinderungen am Leben in der Gesellschaft zu erleichtern.

Aber Vorsicht, liebe Eltern, wir hören oft von anderen Eltern, dass die Versorgungsämter mit dem Erreichen des 18. Lebensjahres eine Herabstufung auf GdB 80 erwirken möchten, verbunden mit dem Streichen diverser Merkzeichen. Dagegen sollten Sie sich unbedingt wehren, denn damit wäre der Anspruch aufs Gehörlosengeld gleich mit verwirkt.

Die Erwachsenen mit < GdB 100 kann ich ermutigen, tatsächlich ihren GdB überprüfen zu lassen. Aber Achtung, diese Überprüfung kann auch gegebenenfalls zu einer geringeren Einstufung als bisher führen!

Darüber hinaus steht es in Hessen jedem frei, die Gerichte anzurufen - entweder in einer Normenkontrollklage, falls das Gesetz gegen übergeordnete Vorschriften verstößt oder vor einem der fünf Verwaltungsgerichte in Hessen, wenn er/sie geltend macht, er/sie sei durch
den Erlass eines Verwaltungsaktes, durch die Ablehnung eines Antrages oder durch eine Unterlassung der Behörde in seinen/ihren Rechten verletzt worden.

Michael Schwaninger

Vorsitzender
Cochlear Implant Verband – Hessen - Rhein-Main e.V.
www.civhrm.de
Hügelstraße 6
61231 Bad Nauheim 

Infostand der CI-SHG-Frankfurt im CIV HRM e.V. am 15. bundesweiten CI-Tag für alle Interessierten

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Die Öffentlichkeitsarbeit ist und bleibt für unsere ehrenamtliche Arbeit im CIV HRM e.V. eine immer wieder wichtige Aufgabe und eine echte Herzensangelegenheit!

Aktuell hatten wir endlich wieder die Gelegenheit bei einer Inzidenz in Frankfurt am 12. Juni 2021 von 26,6 und offizieller Genehmigung der Stadt Frankfurt und des Gesundheitsamtes alle Interessierten an unserem Infostand auf dem Paulsplatz, mitten in Frankfurt, über die Neuroprothese Cochlea – Implantat aufmerksam zu machen.

Außer unseren Aktiven der CI-SHG-Frankfurt waren diesmal mit dabei Kristin Ley, Mitarbeiterin des CIC Cochlear Implant Centrum Rhein-Main sowie Stefan Richter mit Kollegen, 1. Vorsitzender von Lukas 14, Integration und Kultur für Menschen mit Behinderungen e.V.

Auch wenn spürbar war, dass die Menschen noch etwas kontaktscheu und vorsichtig an unseren Infostand kamen, so spürten wir trotzdem ein freudiges Gefühl des Neustarts und der Präsenz nach der langen Corona – Auszeit!

Einige Interessenten, ca. 15 – 20, konnten wir beraten und Infomaterial an die Hand geben, auch ein OP-Pfleger der Uniklinik Mainz interessierte sich für unsere Selbsthilfearbeit.

So konnten wir beim Abbau unseres Zeltes auf einen erfolgreichen 15. CI-Tag in Frankfurt zurückblicken.


Fotos: Karin Steffens

Anhörung zum Gehörlosengeld Gesetz im Sozialausschuss des Hessischen Landtages am 1. Juni 2021

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Nachdem am 28.04.2021 im Hessischen Landtag in erster Lesung das Gesetz eingebracht wurde, (zu sehen mit Untertiteln im Kanal des Landtages: https://youtu.be/kdLkp_TH3P4) hat der Cochlear Implant Verband Hessen - Rhein-Main e.V. dazu mittels zweier Eingaben sehr ausdrücklich Stellung genommen. Unsere Forderungen wurden seitens des Landesbehindertenrates Hessen unterstützt und auch von einzelnen Parteien in unserem Sinne nach der Anhörung mitgetragen. Unsere zweite Stellungnahme finden Sie anbei, die erste wurde bereits am 05.05.2021 hier veröffentlicht: http://civhrm.de/stellungnahme-zu-dem-referentenentwurf-eines-gesetzes-zur-teilhabe-von-menschen-mit-sinnesbehinderungen

Die Parteien schreiben hierzu wie folgt:

Die behindertenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Ulrike Alex fordert Nachbesserungen ein, die im Einklang mit den beiden Eingaben des Cochlear Implant Verbandes Hessen - Rhein-Main e.V. stehen. Sie schreibt dazu: „Darüber hinaus sei für Gehörlose ohne weitere Behinderung die Zuerkennung eines Grades der Behinderung von 100 Prozent – wie im Gesetz gefordert – nicht erreichbar, so dass die Betroffenen weiterhin leer ausgingen. „Wir werden mit einem entsprechenden Änderungsantrag auf die Schwachstellen im Gesetzesentwurf reagieren", kündigte Alex nach der Anhörung an.

https://www.spd-fraktion-hessen.de/2021/06/01/offenkundiger-nachbesserungsbedarf-bei-taubblinden-und-gehoerlosengeld/


„Dieses Gesetz war lange überfällig" – mit diesen Worten kommentiert Yanki PÜRSÜN, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, das Gesetz zur Teilhabe von Menschen mit Sinnesbehinderung, das die Einführung eines Taubblinden- und Gehörlosengeldes zum Ziel hat. Er führt aus: „Viele Menschen mit Sinnesbehinderung haben keinen Behinderungsgrad von 100 Prozent, an den der Gesetzentwurf der Landesregierung die Auszahlung des Geldes koppelt. Finanzielle Unterstützung benötigen sie aber auch mit einem niedrigeren Behinderungsgrad"

https://fdp-fraktion-hessen.de/meldung/puersuen-taubblinden-und-gehoerlosengeld-ist-ueberfaellig/


Wir danken allen, die sich mit und für uns engagiert haben. Wir werden weiter am Ball bleiben.

Auf WIEDERhören

Michael Schwaninger
Vorsitzender
Cochlear Implant Verband Hessen- Rhein-Main e.V.
Hügelstraße 6
61231 Bad Nauhein
schwaninger@civhrm.de
www.civhrm.de 

Stellungnahme zu dem Referentenentwurf eines Gesetzes zur Teilhabe von Menschen mit Sinnesbehinderungen



Der Landesbehindertenrat Hessen unterstützt die Forderungen des Cochlear Implant Verbandes Hessen - Rhein-Main e.V. und des Deutschen Schwerhörigenbundes - Landesverband Hessen e.V. zu notwendigen Korrekturen am Gehörlosengeld Gesetz, das letzte Woche in erster Lesung im Hessischen Landtag eingebracht wurde. Wir bleiben weiterhin am Ball!  

http://lbrhessen.com/Downloads/2021.04.29%20Stellungnahme.pdf


#taubundtrotzdemhoeren #cochleaimplantat #civhrm 

1. Virtuelle Jahresversammlung des CIVHRM e.V. in Zeiten der Pandemie

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Das war ein besonderer Samstag für den Cochlear Implant Verband Hessen - Rhein-Main e.V.!

Unsere erste voll virtuelle Mitgliederversammlung am 24.4.2021 war ein toller Erfolg! Danke allen, die sich die Zeit genommen haben, um für die beiden Vereinsjahre 19/20 und 20/21 den Vorstand zu entlasten. Danke für Euer Vertrauen, wir machen weiter, damit das Cochlea Implantat so bekannt wird wie der Herzschrittmacher!

Die Ohrenseite

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Hanna Hermann (2. von links) beim Besuch anlässlich des 30. Jubiläums der CI-SHG Frankfurt am Main im Mai 2019 

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Hermann Hesse

Die Ohrenseite: 2. Platz beim DAK-Wettbewerb 2020 „Gesichter für ein gesundes Miteinander"!

1984 – im Jahre 1 des Cochlea Implantates in Deutschland bekam ich nach 10-jähriger Taubheit ein CI. Erst danach lernte ich andere Personen mit einer Hörbeeinträchtigung kennen – zunächst in der Medizinischen Hochschule Hannover. Die Schnecke wurde 1989 geboren und mit ihr die ersten Selbsthilfegruppen in Deutschland. Zu diesen ersten SHGs gehörte die Selbsthilfegruppe Frankfurt.

Ein Neujahrstreffen dieser SHG Frankfurt fand am 12. Januar 2002 statt, mein Ehemann Franz Hermann, DCIG-Präsident und ich, Redakteurin der Schnecke, waren dabei.
Die Schnecke 35 berichtete unter anderem: „Als sehr aktiver Teilnehmer erwies sich Michael Schwaninger, seit einigen Monaten CI-Träger und aktiver Internet-Nutzer. Er lobte die Möglichkeit, sich im Internet zu informieren und sich an CI-Foren zu beteiligen. Er stellte heraus, dass das CI so bekannt werden müsste wie ein Herzschrittmacher. „Wo ist der Unterschied? – das CI wäre schließlich genauso lebenswichtig wie ein Herzschrittmacher und der würde den meisten Menschen ein Begriff sein. Die Schnecke wäre allerdings für ihn vor der CI-Versorgung die wichtigste und eine der hilfreichsten Informationsquellen gewesen, die er an der Uniklinik Frankfurt entdeckte."

Diese erste Begegnung mit Michael Schwaninger hatte natürlich zur Folge, dass wir unverzüglich den Kontakt zu ihm suchten. Es begann eine sehr erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit, 2003 wurde Michael zum DCIG-Vizepräsidenten gewählt, für die Redaktion Schnecke fungierte er als überaus versierter Controller der Finanzen mit der entsprechenden Beratung. In seiner Funktion als Vorsitzender des CIV HRM bleibt er der DCIG weiterhin verbunden. In dieser Zeit entwickelte sich eine wunderbare Freundschaft, geprägt von gegenseitiger Wertschätzung.

Herzlichen Dank für alles, auch heute noch einmal, lieber Michael!

HURRA – AUSGEZEICHNET: http://www.ohrenseite.info!

Michael Schwaningers Ohrenseite erreichte den 2. Platz beim DAK-Wettbewerb „Gesichter für ein gesundes Miteinander"!

Das ist eine tolle Anerkennung Deines jahrelangen kontinuierlichen ehrenamtlichen Engagements! 330 Erfahrungsberichte sowie vielfältige Informationen wurden via Ohrenseite veröffentlicht. Michaels Ohrenseite ist die weltweit größte, unabhängige und authentische Informationsquelle zum Cochlea Implantat! Unzählige Menschen mit Hörbehinderung bekamen Unterstützung und Beratung hinsichtlich der Behandlungsmöglichkeiten und zum Leben mit der Hörbehinderung. Es wird in Deutschland nicht viele Personen „rund um das Cochlea Implantat" geben, die Michael Schwaninger aufgrund seines unermüdlichen Einsatzes nicht kennen.

Lieber Michael!

Herzliche Glückwünsche zu dieser Anerkennung durch die DAK – das ist wirklich AUSGEZEICHNET! Sie wird Deine ureigene Überzeugung von Deinem Tun sowie Deine Berufung dazu nochmals stärken. Weiterhin wünsche ich Dir bei Deinem vielfältigen Engagement „rund um das CI" viel Freude und weiterhin viel Erfolg.

Herzliche Grüße
Hanna Hermann

Wahlprüfsteine und die Antworten der Parteien zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz

RLP-Logo

Für die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz am 14.03.2021 haben der Cochlear Implant Verband Hessen – Rhein-Main e.V. und die Selbsthilfegruppe Cochlear Implant Neustadt – Pfalz – Bad Dürkheim gemeinsam Wahlprüfsteine an die politischen Parteien versandt, um deren Positionen zu Themen anzufragen, die für uns wichtig sind.

Sehen Sie hier die Wahlprüfsteine an sich als auch die Rückläufe der Parteien soweit sie uns heute vorliegen.

Wir werden sehr aufmerksam den Ausgang der Wahlen beobachten und sehen, inwieweit die Antworten der Parteien letztlich Eingang finden in einen Koalitionsvertrag.

Michael Schwaninger             Siegline Wetterauer
Vorsitzender CIVHRM e.V.      Leiterin der Selbsthilfegruppe


Unser Wahlprüfsteine:



Die Antwort der SPD:



Die Antwort der CDU:



Die Antwort der Grünen:



Die Antwort der Linken:

In stillem Gedenken


In stillem Gedenken

Heute müssen wir Abschied nehmen von unserer guten Freundin und unserem Ehrenmitglied im Cochlear Implant Verband – Hessen – Rhein-Main e.V.

Sigrid Kaiser

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Sigrid Kaiser,

geborene Fuchs

geboren am 11. Juni 1933,

gestorben am 19. Februar 2021

 

Sigrid Kaiser war lange Jahre Herz und Seele der Frankfurter Cochlea Implantat Selbsthilfegruppe und nicht nur als solche werden wir sie schmerzlich vermissen. In diesem Moment des Andenkens und Erinnerns sind wir aber auch bei Sigrids Familie, allen voran ihrem Ehemann Karl-Wolfgang Kaiser und den Kindern und Angehörigen.

Sigrid, wir werden Dich nie vergessen!

Für den Vorstand des Cochlear Implant Verbandes Hessen – Rhein-Main e.V.

Unterschrift SchwaningerM

Michael Schwaninger

Vorsitzender

Selbsthilfepreis 2020

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Wunderbar!

In der heutigen DCIG Vorstandssitzung wurde über den Selbsthilfepreis 2020 abgestimmt und wir freuen uns, dass Jan Röhrig (DOA HRM) mit seinem Projekt „Sensibilisierung der Öffentlichkeit gegenüber Menschen mit Hörschädigung in der Corona-Pandemie" den ersten Platz gemacht hat.

Herzlichen Glückwunsch lieber Jan, wir sind stolz auf Dich!

#taubundtrotzdemhoeren #cochleaimplantat #civhrm #doahrm #dcig #selbsthilfepreis2020 #selbsthilfewirkt

1. Offene Vorstandssitzung des Cochlear Implant Verbands Hessen - Rhein-Main e.V.

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Am Abend des 5. Januar 2021 trafen sich Vorstand und zahlreiche Interessierte in diesem neuen und informativen Format und berieten sich nach gegenseitigem Kennenlernen zu Plänen, wie wir - trotz Pandemie - auch weiterhin darauf hinarbeiten können, dass das Cochlea Implantat so bekannt wird wie der Herzschrittmacher. Viele kreative Gedanken wurden ausgetauscht und auch interessante Projekte vorbereitet.

Wir lassen uns jedenfalls von KEINEM 🦠 Virus unterkriegen, sondern krempeln die Ärmel hoch!

Swiss CI registry

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Always good to see the data from the Swiss cochlear implant registry. Patients are rating their successes themselves and there are just little patients having poor or no benefits from the treatments.

I analyzed the open source data available to check and see, whether the overall data generated since 1977 differs, if I just compare the data from the last decade and it appears, that the success in this timeframe from 2010 to 2019 is even better then for the full period of >40 years.

Throughout the last decade, 81% of patients rate their results with Cochlear Implants as excellent and good, 11% as medium, while just 7 % have poor or no benefits. I guess, there are not too many medical treatments out in this world with such outstanding results. German Cochlear Implant Association would love to have such data available here as well.

#taubundtrotzdemhoeren #cochleaimplantat #civhrm #erfahrungsbericht #selbsthilfewirkt

Einladung zur offenen Online-Vorstandssitzung im CIVHRM

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Einladung zur offenen Online-Vorstandssitzung
im Cochlear Implant Verband Hessen – Rhein-Main e.V.

Wann: 05. Januar 2021 17 Uhr (Einlass ab 16:30 Uhr)
Wie: Wir bitten um Voranmeldung an schwaninger@civhrm.de
Wo:Microsoft Teams, Sie erhalten einen Einladungslink
Wer:Jede(r) der/die sich einbringen möchte
  • Sie sind mit Cochlea Implantat(en) erfreulich gut versorgt?
  • Sie überlegen den eigenen Zugewinn an Lebensqualität mit anderen zu teilen?
  • Sie grübeln schon lange, wie Sie davon etwas zurückgeben können?
  • Sie wohnen in Hessen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland?
  • Sie haben Lust sich ehrenamtlich zu engagieren?
  • Sie sind jung oder jung geblieben?
  • Sie suchen Gleichgesinnte und möchten ein starkes Team unterstützen?
  • Sie möchten den gegenseitigen Austausch mit vielen tollen gleichbetroffenen Menschen?
  • Sie möchten noch mehr über das Cochlea Implantat lernen und an Fortbildungen teilnehmen?
  • Sie möchten die wechselseitige Unterstützung rund ums CI voranbringen?
  • Sie wurden selbst in einer SHG aufgefangen und bekamen die Unterstützung, die Sie brauchten?
  • Sie möchten, dass andere Spätertaubte es einmal leichter haben als Sie?

Wenn Sie eine oder mehrere diese Fragen mit JA beantworten möchten, haben wir ein Angebot für Sie! Die offene Vorstandssitzung beginnt um 17 Uhr, wir treffen uns ab 16:30 per Microsoft Teams, um die technischen Vorbereitungen zu treffen.

Wir planen folgende Agenda:

  • Vorstellung des CIV HRM e.V.
  • Wechselseitige Vorstellung der Teilnehmenden, nicht mehr als 5 min pro Person
  • Bericht Renate Hilkert: Warum ich in der Selbsthilfe beim CIV HRM zu Hause bin.
  • Fragen und Anregungen der Teilnehmer*innen
  • Nächste Schritte

Nägel mit DOA-Köpfen machen!

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 Die Motivation zur Zusammenarbeit der jungen Deaf Ohr Alive (DOA) – Köpfe ist trotz der aktuellen Situation nach wie vor ungebremst und konnte am Wochenende vom 13. bis 15. November in Form eines Online-Meetings erfolgreich entfacht werden!

Anwesend waren die Leiter der DOA-Gruppen Bremen, NRW, Mitteldeutschland, Hessen RheinMain, BaWü und Bayern sowie die Geschäftsführung der DCIG und die Schnecke-Redaktion.

Themen waren unter anderem die Planung eines U18 Sommercamps im Sommer 2021, das unter einem Motto wie „Auf WiederHÖREN, ich bin dann mal weg – Expedition, Abenteuer, Entdeckungsreise" bestimmt zu einem großartigen Event für Jugendliche und Kinder mit Hörschädigung wird.

Dabei machten sich die DOA-Köpfe intensiv Gedanken über mögliche Wünsche und Bedürfnisse von hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen. „Kommunikation auf Augenhöhe", Mitgestaltungsfreiheit des Camps, Vertrauensbildung, Auseinandersetzung mit inneren Konflikten sowie ein tolles Spaßprogramm sind dabei nur einige von vielen wichtige Aspekten, die es zu berücksichtigen gilt, um den Kindern und Jugendlichen eine supertolle Woche zu bieten, die sie so schnell nicht vergessen werden.

Weiter haben wir am Sonntag Brainstorming betrieben, wie es mit DOA in Zukunft weiter geht und dabei viele tolle Vorschläge für mögliche Veranstaltungen zusammentragen können.Fotoworkshop, Klänge im Palmengarten und Online Sports sind nur einige von einem ganzen Haufen Ideen! Trotz der aktuellen Situation sind wir dennoch zuversichtlich, dass wir zumindest einige Veranstaltungen im nächsten Jahr anbieten können 😀.

Weiter haben wir uns auch damit beschäftigt, wie man für Veranstaltungen mit höherem finanziellen Aufwand Förderanträge stellen und begründen kann, um eine teilweise oder sogar vollständige Kostenübernahme durch die Krankenkassen zu erreichen.

Wie ihr seht, sind wir alles andere als inaktiv in diesen Zeiten und setzen alles daran, dass wir im kommenden Jahr wieder ein paar tolle Angebote für Euch haben. Wir hoffen das Beste und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen mit Euch! Bleibt gesund!

Jan Röhrig
November 2020

Videoaktion für georgische Hörgeschädigte

AuresFoundation

Im Rahmen des Projekts „CI-Scouts" der DCIG wurden im vergangenen Jahr 2019 viele verschiedene Länder von engangierten Hörgeschädigten aus Deutschland besucht, um die Situation von Hörgeschädigten im jeweiligen Land direkt vor Ort erfahren und Kontakte knüpfen zu können.

Nun hat eine georgische Selbsthilfegruppe namens „Aures Foundation" unter anderem uns, Deaf Ohr Alive – Hessen RheinMain um Hilfe gebeten, da die georgische Regierung das dortige CI-Programm zur Versorgung hörgeschädigter Kinder und Jugendlicher eingestellt hat, mit der Begründung, dass dies „zu teuer und sinnlos" sei.

So wurde eine Videoaktion ins Leben gerufen, in der CI-Träger aus Deutschland in einem einminütigen Video schildern, welch enorm wichtige Rolle das CI in deren Leben einnimmt und welche Chancen es eröffnet, um ein weitgehend unbeschwertes Leben führen zu können. Der Aufruf zu dieser Videoaktion hatte eine sehr positivie Resonanz und es wurden Videos von Menschen im Alter von 15 bis 90 Jahren eingesendet! Dies zeigt auch, dass ein CI in jeder Altersgruppe eine große Bedeutung für die Betroffenen hat und jeder Mensch das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und die Freiheit haben sollte, sich für ein CI entscheiden zu können. Die Fotos zeigen einige der Aktiven, die ein Video eingesandt haben und den original Aufruf der Aures Foundation in georgischer Sprache.

Wir von Deaf Ohr Alive hoffen jetzt sehr darauf, dass diese Videoaktion die politischen Entscheidungsträger in Georgien umstimmen kann und das georgische CI-Programm wieder aufgenommen wird! Selbsthilfe international – direkt und unbürokratisch.

Jan Röhrig
November 2020 

"CI-SHG-Treffen" in Corona-Zeiten

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Trotz Corona – Pandemie, mit viel Mut und in Eigenverantwortung, konnte am 08. Oktober unter Beachtung der Hygienevorschriften und der Abstandsregeln, sowie unterschriebenen Haftungsausschluss ein CI-SHG-Treffen in der „Weinstube im Römer" in Frankfurt stattfinden!

Es zeigte sich ganz deutlich bei den neuen Teilnehmerinnen, dass die online-Beratung alleine nicht ausreicht. Dieser eine persönliche Kontakt hat sie in Ihrer Entscheidungsfindung für ein CI enorm weitergebracht und sie waren uns sehr dankbar dafür.

Eine ehemalige Flugbegleiterin war auch mit dabei! Seit 1,5 Jahren ist sie erfolgreich bilateral mit Cochlea Implantaten versorgt und hat eine stationäre Reha abgeschlossen. Wir konnten sie dazu bewegen, einen Erfahrungsbericht über ihre spannenden Erlebnisse zu schreiben! 

„Sinn“ finden ist das neue „Glücklich sein!“

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Kommunikationswochenende des Vorstandes im CIV HRM e.V.

Wir, eine großartige Gruppe aus Aktiven im CIV HRM im Alter von 7 Wochen bis 73 Jahren trafen uns an einem Wochenende im September zum Austausch und Krafttanken im Herz Jesu Kloster in Neustadt an der Weinstraße!

Hier legten wir die Basis für eine weitere erfolgreiche Arbeit in der Selbsthilfe rund um das Cochlea Implantat in Zeiten der Pandemie! Danke für Euer aller Engagement!

Mit Hilfe unserer Referentin Vera Starke erarbeiteten wir uns neue Motivation für die Zukunft in unseren Selbsthilfeaktivitäten. Wir diskutierten über unsere Fähigkeiten und Stärken, Resilienz und Gelassenheit.

Ein Schwerpunkt des Seminars war die Leitung unserer Selbsthilfegruppen-Arbeit, welche Faktoren uns beeinflussen, unsere Aktivität und Haltung, der Leitungsstil, das Einbinden anderer Gruppenmitglieder in die Gestaltung der Gruppen-Stunden, damit wir nicht alles allein machen müssen usw.

Dies und vieles mehr und vor allem Dankbarkeit nahmen wir mit auf den Heimweg.

 Bilder: CIVHRM(V.S., R.H.)

Frankfurter Geschichte entdecken…….

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Am 04. September 2020 erlebten 17 Mitglieder der CI-SHG-Frankfurt eine hochinteressante Führung mit der beeindruckenden Stadthistorikerin Silke Wustmann in der neuen Altstadt im Herzen der Mainmetropole.

Wir tauchten ein in die neue Frankfurter Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und malerischen Perspektiven, verbunden mit spannenden Geschichten…..

35 Häuser, davon 15 originalgetreue Rekonstruktionen und 20 Neubauten bilden das lebendige neue Stadtviertel zwischen Dom und Römer. Rund 60 Wohnungen, über 30 Geschäfte, Restaurants, Cafe´s und Museen bieten viel Raum zum Entspannen, Genießen und Entdecken.

Die gelungene Mischung aus Alt und Neu, aus Geschichte und Gegenwart, macht den Reiz des neuen Stadtviertels im Herzen Frankfurts aus.

Unserer Stadthistorikern gelang es perfekt, uns 1,5 Std. von den ersten römischen Spuren in der Kaiserpfalz franconofurd über das gotische Erdgeschoss des Hauses "Esslinger", die detailreiche Renaissancefassade der „Goldenen Waage" und klassizistische Gebäude wie die „Goldene Schere" am Hühnermarkt bis hin zu den Neubauten sehr spannend zu berichten.

Im Anschluss, nachdem wir unserer Stadthistorikerin Silke Wustmann gebührend applaudiert hatten, trafen wir uns zu einem gemütlichen Ausklang und Mittagessen beim „Italiener" am Dom.

Drei von uns mussten zum Abschluss noch den obligatorischen „Frankfurter Kranz" im Kaffeehaus „Goldene Waage" und den warmen Apfelstrudel mit Vanilleeis probieren! Köstlich! 

 Bilder: CIVHRM

+++ WICHTIGER TIPP zur Masken-Sonderregelung in Hessen +++

Wir empfehlen allen hörgeschädigten Menschen, den Brief des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (siehe Anhang "Klarstellung") als AUSDRUCK immer mitzuführen! Der Brief stellt klar, dass das temporäre Abnehmen der Maske zur Verbesserung der Kommunikation mit hörgeschädigten Menschen ZULÄSSIG ist.

Das bedeutet KONKRET: Beim Einkaufen, im öffentlichen Personennahverkehr, in Banken und Postfilialen DÜRFEN Mitarbeiter*innen bzw. Gesprächspartner die Maske zeitweise abnehmen, ohne dadurch Nachteile (Bußgeld) befürchten zu müssen. Diese Sonderregelung bezieht sich ausdrücklich auch auf hörende Gesprächspartner!

Wenn Sie über einen Schwerbehindertenausweis verfügen, sollten Sie diesen zusätzlich zum ausgedruckten Brief mitführen und bei möglichen Nachfragen vorlegen.

WICHTIG: Sollten im Alltag trotz des mitgeführten Schreibens Probleme auftreten, melden Sie sich bitte bei uns (schwaninger@civhrm.de). Als Verband können wir Ihre Interessen gemeinsam vertreten und Lösungen seitens der Politik einfordern.

Gemeinsam statt einsam! So schützen wir uns und andere!

Auf WIEDERhören

Michael Schwaninger

Vorsitzender CIV HRM e.V.
schwaninger@civhrm.de

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„Maskenpflicht? – Jetzt SEH ich Dich!" 

Heute erreichte uns eine Stellungnahme des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, die gerichtet ist an den mit uns befreundeten Hessischen Verband für Gehörlose und Hörbehinderte Menschen e.V.(www.hvghm.de). Diese Stellungnahme möchten wir direkt an Sie weitergeben, denn sie betrifft uns ALLE. Wir danken dem HVGHM für seine Initiative.

Demnach gibt es seit gestern eine Weisung an das hessische Ordnungspersonal, das für die Überwachung der Einhaltung der Maskenpflicht verantwortlich ist, das zeitweise Abnehmen des Mundschutzes im Sinne einer besseren Kommunikation bei Einhalten des Sicherheitsabstands von mindestens 1,5 Metern für Menschen mit einer Hörbehinderung nicht zu ahnden. Dies gilt ausdrücklich auch für Situationen im Einzelhandel oder im ÖPNV.

Diese Stellungnahme deckt sich 1:1 mit der Forderung des Cochlear Implant Verbandes Hessen – Rhein-Main e.V. in unserer Stellungnahme zur Maskenpflicht in Hessen vom 26.04.2020. Wir freuen uns über diese Klarstellung und setzen auch weiterhin auf gegenseitiges Verständnis und Miteinander.

Gemeinsam statt einsam! So schützen wir uns und andere!

Auf WIEDERhören

Michael Schwaninger

Vorsitzender CIV HRM e.V.
schwaninger@civhrm.de 

Stellungnahme zur Maskenpflicht in Hessen ab dem 27.04.2020

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Morgen Abend berichtet das Hessische Fernsehen in der Sendung „Maintower" sowie auf Hessenschau.de zum Thema Maskenpflicht in Hessen und was das für uns Hörgeschädigte bedeutet. Auch der Cochlear Implant Verband Hessen – Rhein-Main e.V. (CIV HRM) hat dazu mit seiner Expertise beigetragen, denn uns ist es wichtig, auf die kommunikativen Bedürfnisse hörgeschädigter Menschen aufmerksam zu machen, die mit Cochlea Implantaten und/oder anderen Hörsystemen versorgt sind.

Das Thema „Maskenpflicht" -egal ob Alltagsmasken oder medizinische Masken- stellt zahlreiche Hörgeschädigte vor enorme Probleme. Selbst mit guter apparativer Versorgung sind viele hörgeschädigte Menschen auf nonverbale Kommunikation, Mimik und Lippenablesen angewiesen. Gebärdensprache ist auch keine Lösung, da wir und unser Umfeld in der Regel komplett lautsprachlich kommunizieren. Daher stellen gängige Masken für uns eine erweitere Kommunikationsbarriere dar.

Ein weiterer – bisher kaum beachteter- Aspekt ist zudem die Abstandsregelung. Je weiter man voneinander entfernt steht, desto leiser kommt das Gesagte beim Zuhörer an. Vielleicht kennen Sie das auch bei sich selbst: Jeder Meter Abstand senkt den Schallpegel um ca. 6dB, das klingt nicht viel, aber da der Maßstab logarithmisch ist, wird das Gespräch für hörgeschädigte Menschen signifikant leiser und unverständlicher - mit jedem Meter! Somit ist nicht nur der Mundschutz eine Hürde. Als Hürde wirkt zusätzlich noch der Abstand, es sei denn, der Sprecher äußert sich lauter oder schreit gar, um die Entfernungen zu überbrücken. Aber auch Schreien ist für uns Hörgeschädigte NIEMALS eine Lösung.

Wir sind sehr daran interessiert, dass TRANSPARENTE Masken eingesetzt werden, die hörgeschädigten Menschen das „Ablesen" des Gesagten vom Mundbild ermöglichen und zudem wichtige mimische Informationen (z.B. ein Lächeln) transportieren.

Uns ist bewusst, dass die Gesundheit aller im Vordergrund steht. Trotz alledem muss der breiten Öffentlichkeit ebenso klar werden, dass eine große Anzahl hörgeschädigter Menschen -wir sprechen hier von 500.000 und mehr alleine in Hessen!- durch die Maskenpflicht massiv in ihren kommunikativen Möglichkeiten eingeschränkt wird. Das ist auf Dauer kaum erträglich.

Es gibt tatsächlich Eigenentwicklungen -selbstgemachte Masken mit Sichtfenster- seitens der Betroffenen. Aber letztlich soll ja nicht der Hörgeschädigte die transparente Maske tragen, sondern sein Umfeld. Somit ist auch eine Befreiung von der Maskenpflicht für den Hörgeschädigten selbst keine Lösung. Wir setzen auf gegenseitiges Verständnis und Miteinander. So sehen wir z.B. einen guten Ansatz darin, wenn hörgeschädigte Menschen proaktiv ihre kommunikativen Bedürfnisse äußern und Gesprächspartner das Verschriftlichen von Gesprächsinhalten (z.B. via Spracherkennungs-Apps oder Aufschreiben mit Zettel und Stift) als „Kommunikationsbrücke" nutzen. Unter Einhaltung des Sicherheitsabstands von 1,5 – 2,0 Metern sollte auch ein Absetzen der Masken möglich sein.

Gemeinsam statt einsam!

Auf WIEDERhören

Michael Schwaninger

Vorsitzender CIV HRM e.V.
schwaninger@civhrm.de