Always good to see the data from the Swiss cochlear implant registry. Patients are rating their successes themselves and there are just little patients having poor or no benefits from the treatments.
I analyzed the open source data available to check and see, whether the overall data generated since 1977 differs, if I just compare the data from the last decade and it appears, that the success in this timeframe from 2010 to 2019 is even better then for the full period of >40 years.
Throughout the last decade, 81% of patients rate their results with Cochlear Implants as excellent and good, 11% as medium, while just 7 % have poor or no benefits. I guess, there are not too many medical treatments out in this world with such outstanding results. German Cochlear Implant Association would love to have such data available here as well.
#taubundtrotzdemhoeren #cochleaimplantat #civhrm #erfahrungsbericht #selbsthilfewirkt
„ALS WÄRE ES LEICHT“
Ein Kinoerlebnis, das bewegt Vielleicht habt ihr bereits von diesem Film gehört: „Als wäre es leicht", eine berührende Liebesgeschichte über Kommunikation und Verständigung. Seit Beginn des Monats April läuft er in ausgewählten Kinos. Der Film ist di...
Fachgespräch im Hessischen Sozialministerium
Ich war kürzlich beim Fachgespräch im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales dabei, geleitet von Ministerin Heike Hofmann. Thema: die geplante Novelle des Landesgehörlosengeldgesetzes (LGlGG) und damit die Frage, wie erns...
Was für ein besonderer Tag.
Ich bin noch immer bewegt von unserer gestrigen Mitgliederversammlung. Nicht wegen der Formalien, nicht wegen Berichten oder Zahlen – sondern wegen der Atmosphäre. Wegen der Offenheit. Wegen der vielen Gespräche. Und wegen dieses einen Satzes, den ei...
WANDERN • REDEN • HÖREN • VERSTEHEN
Selbsthilfe in Bewegung: Menschen mit unterschiedlichen Hörwegen unterwegs um Bensheim-Zell 🌀 In einer großen Gruppe unterwegs zu sein – für viele selbstverständlich. Für Menschen mit Hörbehinderung oft eine echte Herausforderung. Trotzdem – ode...
Gast im Seminar „Perzeptive Phonetik“ an der Universität Marburg
Alena Becovic berichtet von ihren Erfahrungen als CI – Trägerin Die drei Student*innen Lena, Marlene und Tom der Studiengänge Sprechwissenschaften & Phonetik und Klinische Linguistik haben in der Deaf Ohr Alive – Community WhatsApp – Gruppe nach ...
CI-Netzwerk Darmstadt-Dieburg – Treffen der SHG Darmstadt am 28. Februar 2026
Am 28. Februar fand das Treffen der CI-SHG Darmstadt in den Räumen der Parität in Darmstadt statt. Insgesamt nahmen 16 Personen teil, darunter drei neue Interessierte, die sich aktuell in der Phase der Entscheidungsfindung für oder gegen eine C...
CI-Café Friedberg: Gelungener Start ins neue Jahr
Das erste Treffen im neuen Jahr am 4. Februar 2026 mit der neuen Leiterin Karin Herwegh stieß auf großes Interesse. Insgesamt 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zusammen – eine gut überschaubare Runde, die einen offenen und intensiven Austausch ...
Arztgespräch in CI-Kliniken mitlesen?
Ja, mit deinem Handy! 👩⚕️💬📲Elke Schwaninger hat für uns alle 14 CI-Kliniken im Rhein-Main-Gebiet kontaktiert und gute Nachrichten: ALLE erlauben den Einsatz von Speech-to-Text-Apps (Gesagtes in Text umwandeln) auf Patienten-Handys! Bedeutet: Du kann...
Silvester-Böllerei in Dresden – wild gewordene TaubCI´s mitten-drin
Wieder einmal war es so weit: Die junge Selbsthilfe DOA HRM feierte Silvester! Dieses Mal führte uns der Weg in den weit entfernten Osten, ins schöne Elbflorenz, alias Dresden. Wer unsere Silvester-Events schon mal erlebt oder zumindest davon gehört ...
It´s time for Stammtisch again!
Ein ganzes Jahr mit insgesamt 12 Stammtischen von DOA HRM, jeden Monat am 1. Mittwoch ab 18:30 Uhr, geht zu Ende. Im vergangenen Jahr haben wir viele unterschiedliche Stammtische erlebt, alle in Orten im Umkreis von ca. 30-50 km um Frankfurt, mit ver...
Einladung zur offenen Online-Vorstandssitzung
im Cochlear Implant Verband Hessen – Rhein-Main e.V.
| Wann: | 05. Januar 2021 17 Uhr (Einlass ab 16:30 Uhr) |
| Wie: | Wir bitten um Voranmeldung an schwaninger@civhrm.de |
| Wo: | Microsoft Teams, Sie erhalten einen Einladungslink |
| Wer: | Jede(r) der/die sich einbringen möchte |
- Sie sind mit Cochlea Implantat(en) erfreulich gut versorgt?
- Sie überlegen den eigenen Zugewinn an Lebensqualität mit anderen zu teilen?
- Sie grübeln schon lange, wie Sie davon etwas zurückgeben können?
- Sie wohnen in Hessen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland?
- Sie haben Lust sich ehrenamtlich zu engagieren?
- Sie sind jung oder jung geblieben?
- Sie suchen Gleichgesinnte und möchten ein starkes Team unterstützen?
- Sie möchten den gegenseitigen Austausch mit vielen tollen gleichbetroffenen Menschen?
- Sie möchten noch mehr über das Cochlea Implantat lernen und an Fortbildungen teilnehmen?
- Sie möchten die wechselseitige Unterstützung rund ums CI voranbringen?
- Sie wurden selbst in einer SHG aufgefangen und bekamen die Unterstützung, die Sie brauchten?
- Sie möchten, dass andere Spätertaubte es einmal leichter haben als Sie?
Wenn Sie eine oder mehrere diese Fragen mit JA beantworten möchten, haben wir ein Angebot für Sie! Die offene Vorstandssitzung beginnt um 17 Uhr, wir treffen uns ab 16:30 per Microsoft Teams, um die technischen Vorbereitungen zu treffen.
Wir planen folgende Agenda:
- Vorstellung des CIV HRM e.V.
- Wechselseitige Vorstellung der Teilnehmenden, nicht mehr als 5 min pro Person
- Bericht Renate Hilkert: Warum ich in der Selbsthilfe beim CIV HRM zu Hause bin.
- Fragen und Anregungen der Teilnehmer*innen
- Nächste Schritte
Die Motivation zur Zusammenarbeit der jungen Deaf Ohr Alive (DOA) – Köpfe ist trotz der aktuellen Situation nach wie vor ungebremst und konnte am Wochenende vom 13. bis 15. November in Form eines Online-Meetings erfolgreich entfacht werden!
Anwesend waren die Leiter der DOA-Gruppen Bremen, NRW, Mitteldeutschland, Hessen RheinMain, BaWü und Bayern sowie die Geschäftsführung der DCIG und die Schnecke-Redaktion.
Themen waren unter anderem die Planung eines U18 Sommercamps im Sommer 2021, das unter einem Motto wie „Auf WiederHÖREN, ich bin dann mal weg – Expedition, Abenteuer, Entdeckungsreise" bestimmt zu einem großartigen Event für Jugendliche und Kinder mit Hörschädigung wird.
Dabei machten sich die DOA-Köpfe intensiv Gedanken über mögliche Wünsche und Bedürfnisse von hörgeschädigten Kindern und Jugendlichen. „Kommunikation auf Augenhöhe", Mitgestaltungsfreiheit des Camps, Vertrauensbildung, Auseinandersetzung mit inneren Konflikten sowie ein tolles Spaßprogramm sind dabei nur einige von vielen wichtige Aspekten, die es zu berücksichtigen gilt, um den Kindern und Jugendlichen eine supertolle Woche zu bieten, die sie so schnell nicht vergessen werden.
Weiter haben wir am Sonntag Brainstorming betrieben, wie es mit DOA in Zukunft weiter geht und dabei viele tolle Vorschläge für mögliche Veranstaltungen zusammentragen können.Fotoworkshop, Klänge im Palmengarten und Online Sports sind nur einige von einem ganzen Haufen Ideen! Trotz der aktuellen Situation sind wir dennoch zuversichtlich, dass wir zumindest einige Veranstaltungen im nächsten Jahr anbieten können 😀.
Weiter haben wir uns auch damit beschäftigt, wie man für Veranstaltungen mit höherem finanziellen Aufwand Förderanträge stellen und begründen kann, um eine teilweise oder sogar vollständige Kostenübernahme durch die Krankenkassen zu erreichen.
Wie ihr seht, sind wir alles andere als inaktiv in diesen Zeiten und setzen alles daran, dass wir im kommenden Jahr wieder ein paar tolle Angebote für Euch haben. Wir hoffen das Beste und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen mit Euch! Bleibt gesund!
Jan Röhrig
November 2020
Im Rahmen des Projekts „CI-Scouts" der DCIG wurden im vergangenen Jahr 2019 viele verschiedene Länder von engangierten Hörgeschädigten aus Deutschland besucht, um die Situation von Hörgeschädigten im jeweiligen Land direkt vor Ort erfahren und Kontakte knüpfen zu können.
Nun hat eine georgische Selbsthilfegruppe namens „Aures Foundation" unter anderem uns, Deaf Ohr Alive – Hessen RheinMain um Hilfe gebeten, da die georgische Regierung das dortige CI-Programm zur Versorgung hörgeschädigter Kinder und Jugendlicher eingestellt hat, mit der Begründung, dass dies „zu teuer und sinnlos" sei.
So wurde eine Videoaktion ins Leben gerufen, in der CI-Träger aus Deutschland in einem einminütigen Video schildern, welch enorm wichtige Rolle das CI in deren Leben einnimmt und welche Chancen es eröffnet, um ein weitgehend unbeschwertes Leben führen zu können. Der Aufruf zu dieser Videoaktion hatte eine sehr positivie Resonanz und es wurden Videos von Menschen im Alter von 15 bis 90 Jahren eingesendet! Dies zeigt auch, dass ein CI in jeder Altersgruppe eine große Bedeutung für die Betroffenen hat und jeder Mensch das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und die Freiheit haben sollte, sich für ein CI entscheiden zu können. Die Fotos zeigen einige der Aktiven, die ein Video eingesandt haben und den original Aufruf der Aures Foundation in georgischer Sprache.
Wir von Deaf Ohr Alive hoffen jetzt sehr darauf, dass diese Videoaktion die politischen Entscheidungsträger in Georgien umstimmen kann und das georgische CI-Programm wieder aufgenommen wird! Selbsthilfe international – direkt und unbürokratisch.
Jan Röhrig
November 2020
Trotz Corona – Pandemie, mit viel Mut und in Eigenverantwortung, konnte am 08. Oktober unter Beachtung der Hygienevorschriften und der Abstandsregeln, sowie unterschriebenen Haftungsausschluss ein CI-SHG-Treffen in der „Weinstube im Römer" in Frankfurt stattfinden!
Es zeigte sich ganz deutlich bei den neuen Teilnehmerinnen, dass die online-Beratung alleine nicht ausreicht. Dieser eine persönliche Kontakt hat sie in Ihrer Entscheidungsfindung für ein CI enorm weitergebracht und sie waren uns sehr dankbar dafür.
Eine ehemalige Flugbegleiterin war auch mit dabei! Seit 1,5 Jahren ist sie erfolgreich bilateral mit Cochlea Implantaten versorgt und hat eine stationäre Reha abgeschlossen. Wir konnten sie dazu bewegen, einen Erfahrungsbericht über ihre spannenden Erlebnisse zu schreiben!
Kommunikationswochenende des Vorstandes im CIV HRM e.V.
Wir, eine großartige Gruppe aus Aktiven im CIV HRM im Alter von 7 Wochen bis 73 Jahren trafen uns an einem Wochenende im September zum Austausch und Krafttanken im Herz Jesu Kloster in Neustadt an der Weinstraße!
Hier legten wir die Basis für eine weitere erfolgreiche Arbeit in der Selbsthilfe rund um das Cochlea Implantat in Zeiten der Pandemie! Danke für Euer aller Engagement!
Mit Hilfe unserer Referentin Vera Starke erarbeiteten wir uns neue Motivation für die Zukunft in unseren Selbsthilfeaktivitäten. Wir diskutierten über unsere Fähigkeiten und Stärken, Resilienz und Gelassenheit.
Ein Schwerpunkt des Seminars war die Leitung unserer Selbsthilfegruppen-Arbeit, welche Faktoren uns beeinflussen, unsere Aktivität und Haltung, der Leitungsstil, das Einbinden anderer Gruppenmitglieder in die Gestaltung der Gruppen-Stunden, damit wir nicht alles allein machen müssen usw.
Dies und vieles mehr und vor allem Dankbarkeit nahmen wir mit auf den Heimweg.
Bilder: CIVHRM(V.S., R.H.)
Am 04. September 2020 erlebten 17 Mitglieder der CI-SHG-Frankfurt eine hochinteressante Führung mit der beeindruckenden Stadthistorikerin Silke Wustmann in der neuen Altstadt im Herzen der Mainmetropole.
Wir tauchten ein in die neue Frankfurter Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und malerischen Perspektiven, verbunden mit spannenden Geschichten…..
35 Häuser, davon 15 originalgetreue Rekonstruktionen und 20 Neubauten bilden das lebendige neue Stadtviertel zwischen Dom und Römer. Rund 60 Wohnungen, über 30 Geschäfte, Restaurants, Cafe´s und Museen bieten viel Raum zum Entspannen, Genießen und Entdecken.
Die gelungene Mischung aus Alt und Neu, aus Geschichte und Gegenwart, macht den Reiz des neuen Stadtviertels im Herzen Frankfurts aus.
Unserer Stadthistorikern gelang es perfekt, uns 1,5 Std. von den ersten römischen Spuren in der Kaiserpfalz franconofurd über das gotische Erdgeschoss des Hauses "Esslinger", die detailreiche Renaissancefassade der „Goldenen Waage" und klassizistische Gebäude wie die „Goldene Schere" am Hühnermarkt bis hin zu den Neubauten sehr spannend zu berichten.
Im Anschluss, nachdem wir unserer Stadthistorikerin Silke Wustmann gebührend applaudiert hatten, trafen wir uns zu einem gemütlichen Ausklang und Mittagessen beim „Italiener" am Dom.
Drei von uns mussten zum Abschluss noch den obligatorischen „Frankfurter Kranz" im Kaffeehaus „Goldene Waage" und den warmen Apfelstrudel mit Vanilleeis probieren! Köstlich!
Bilder: CIVHRM
Wir empfehlen allen hörgeschädigten Menschen, den Brief des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration (siehe Anhang "Klarstellung") als AUSDRUCK immer mitzuführen! Der Brief stellt klar, dass das temporäre Abnehmen der Maske zur Verbesserung der Kommunikation mit hörgeschädigten Menschen ZULÄSSIG ist.
Das bedeutet KONKRET: Beim Einkaufen, im öffentlichen Personennahverkehr, in Banken und Postfilialen DÜRFEN Mitarbeiter*innen bzw. Gesprächspartner die Maske zeitweise abnehmen, ohne dadurch Nachteile (Bußgeld) befürchten zu müssen. Diese Sonderregelung bezieht sich ausdrücklich auch auf hörende Gesprächspartner!
Wenn Sie über einen Schwerbehindertenausweis verfügen, sollten Sie diesen zusätzlich zum ausgedruckten Brief mitführen und bei möglichen Nachfragen vorlegen.
WICHTIG: Sollten im Alltag trotz des mitgeführten Schreibens Probleme auftreten, melden Sie sich bitte bei uns (schwaninger@civhrm.de). Als Verband können wir Ihre Interessen gemeinsam vertreten und Lösungen seitens der Politik einfordern.
Gemeinsam statt einsam! So schützen wir uns und andere!
Auf WIEDERhören
Michael Schwaninger
Vorsitzender CIV HRM e.V.
schwaninger@civhrm.de
„Maskenpflicht? – Jetzt SEH ich Dich!"
Heute erreichte uns eine Stellungnahme des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, die gerichtet ist an den mit uns befreundeten Hessischen Verband für Gehörlose und Hörbehinderte Menschen e.V.(www.hvghm.de). Diese Stellungnahme möchten wir direkt an Sie weitergeben, denn sie betrifft uns ALLE. Wir danken dem HVGHM für seine Initiative.
Demnach gibt es seit gestern eine Weisung an das hessische Ordnungspersonal, das für die Überwachung der Einhaltung der Maskenpflicht verantwortlich ist, das zeitweise Abnehmen des Mundschutzes im Sinne einer besseren Kommunikation bei Einhalten des Sicherheitsabstands von mindestens 1,5 Metern für Menschen mit einer Hörbehinderung nicht zu ahnden. Dies gilt ausdrücklich auch für Situationen im Einzelhandel oder im ÖPNV.
Diese Stellungnahme deckt sich 1:1 mit der Forderung des Cochlear Implant Verbandes Hessen – Rhein-Main e.V. in unserer Stellungnahme zur Maskenpflicht in Hessen vom 26.04.2020. Wir freuen uns über diese Klarstellung und setzen auch weiterhin auf gegenseitiges Verständnis und Miteinander.
Gemeinsam statt einsam! So schützen wir uns und andere!
Auf WIEDERhören
Michael Schwaninger
Vorsitzender CIV HRM e.V.
schwaninger@civhrm.de
Morgen Abend berichtet das Hessische Fernsehen in der Sendung „Maintower" sowie auf Hessenschau.de zum Thema Maskenpflicht in Hessen und was das für uns Hörgeschädigte bedeutet. Auch der Cochlear Implant Verband Hessen – Rhein-Main e.V. (CIV HRM) hat dazu mit seiner Expertise beigetragen, denn uns ist es wichtig, auf die kommunikativen Bedürfnisse hörgeschädigter Menschen aufmerksam zu machen, die mit Cochlea Implantaten und/oder anderen Hörsystemen versorgt sind.
Das Thema „Maskenpflicht" -egal ob Alltagsmasken oder medizinische Masken- stellt zahlreiche Hörgeschädigte vor enorme Probleme. Selbst mit guter apparativer Versorgung sind viele hörgeschädigte Menschen auf nonverbale Kommunikation, Mimik und Lippenablesen angewiesen. Gebärdensprache ist auch keine Lösung, da wir und unser Umfeld in der Regel komplett lautsprachlich kommunizieren. Daher stellen gängige Masken für uns eine erweitere Kommunikationsbarriere dar.
Ein weiterer – bisher kaum beachteter- Aspekt ist zudem die Abstandsregelung. Je weiter man voneinander entfernt steht, desto leiser kommt das Gesagte beim Zuhörer an. Vielleicht kennen Sie das auch bei sich selbst: Jeder Meter Abstand senkt den Schallpegel um ca. 6dB, das klingt nicht viel, aber da der Maßstab logarithmisch ist, wird das Gespräch für hörgeschädigte Menschen signifikant leiser und unverständlicher - mit jedem Meter! Somit ist nicht nur der Mundschutz eine Hürde. Als Hürde wirkt zusätzlich noch der Abstand, es sei denn, der Sprecher äußert sich lauter oder schreit gar, um die Entfernungen zu überbrücken. Aber auch Schreien ist für uns Hörgeschädigte NIEMALS eine Lösung.
Wir sind sehr daran interessiert, dass TRANSPARENTE Masken eingesetzt werden, die hörgeschädigten Menschen das „Ablesen" des Gesagten vom Mundbild ermöglichen und zudem wichtige mimische Informationen (z.B. ein Lächeln) transportieren.
Uns ist bewusst, dass die Gesundheit aller im Vordergrund steht. Trotz alledem muss der breiten Öffentlichkeit ebenso klar werden, dass eine große Anzahl hörgeschädigter Menschen -wir sprechen hier von 500.000 und mehr alleine in Hessen!- durch die Maskenpflicht massiv in ihren kommunikativen Möglichkeiten eingeschränkt wird. Das ist auf Dauer kaum erträglich.
Es gibt tatsächlich Eigenentwicklungen -selbstgemachte Masken mit Sichtfenster- seitens der Betroffenen. Aber letztlich soll ja nicht der Hörgeschädigte die transparente Maske tragen, sondern sein Umfeld. Somit ist auch eine Befreiung von der Maskenpflicht für den Hörgeschädigten selbst keine Lösung. Wir setzen auf gegenseitiges Verständnis und Miteinander. So sehen wir z.B. einen guten Ansatz darin, wenn hörgeschädigte Menschen proaktiv ihre kommunikativen Bedürfnisse äußern und Gesprächspartner das Verschriftlichen von Gesprächsinhalten (z.B. via Spracherkennungs-Apps oder Aufschreiben mit Zettel und Stift) als „Kommunikationsbrücke" nutzen. Unter Einhaltung des Sicherheitsabstands von 1,5 – 2,0 Metern sollte auch ein Absetzen der Masken möglich sein.
Gemeinsam statt einsam!
Auf WIEDERhören
Michael Schwaninger
Vorsitzender CIV HRM e.V.
schwaninger@civhrm.de
Liebe Mitglieder, liebe Freunde des CIV HRM e.V.
Nachdem wir für die bedauerliche Absage unserer jährlichen Mitgliederversammlung und Infoveranstaltung überwiegend Verständnis und Unterstützung erhalten haben, können wir heute vermelden, dass das Finanzamt Frankfurt mit Datum von gestern unsere Gemeinnützigkeit erneut bestätigt hat.
Damit haben Sie und wir die Gewissheit, dass sich unsere Arbeit in den sehr engen Grenzen des deutschen Steuerrechts bewegt und wir auch weiterhin Zuwendungsbestätigungen für erhaltene Spenden ausstellen können. Zudem sind auch weiterhin die Mitgliedsbeiträge zum CIV HRM e.V. in voller Höhe steuerlich absetzbar. Wenn Sie uns auf einem der beiden Wege unterstützen möchten, finden Sie hier die notwendigen Links:
http://www.civhrm.de/home1/spende
http://www.civhrm.de/home1/mitgliedsantrag
Ich möchte mich an dieser Stelle ganz besonders bei unserem Kassenwart Wolfgang Kutsche bedanken, der die Bücher des Vereins tadellos führt, was uns die Rückendeckung gibt, als Selbsthilfeverband für Sie tätig zu werden.
Bleiben Sie gesund, wir hören und sehen uns sicherlich bald wieder!
Auf Wiederhören!
Michael Schwaninger
Vorsitzender
Cochlear Implant Verband Hessen - Rhein-Main e.V.
Absage der Mitgliederversammlung und Informationsveranstaltung
des CIVHRM e.V. am 25. April 2020
Sicherheit und Gesundheit stehen an erster Stelle
Die aktuelle Situation rund um das Coronavirus hat uns dazu veranlasst, unsere jährliche Mitgliederversammlung und Informationsveranstaltung am 25. April 2020 abzusagen.
Als Selbsthilfeorganisation im Gesundheitswesen haben für uns Ihre Sicherheit und Gesundheit absolute Priorität. Aus diesem Grund erscheint uns diese Maßnahme angesichts der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus als unverzichtbar, um alle Teilnehmenden vor einer Infektionsgefahr zu schützen.
Wir werden Sie so schnell wie möglich über einen Ersatztermin informieren und bitten Sie um Ihr Verständnis und Ihre Geduld.
In der Zwischenzeit werden unsere Kassenprüfer in gewohnter Manier unsere Bücher prüfen und uns und Ihnen die Gewissheit geben, dass unsere Zahlen in Ordnung sind und damit einer Entlastung des Vorstandes zum nächstmöglichen Zeitpunkt nichts im Wege steht.
Wir werden über das Ergebnis der Kassenprüfung auf unserer Homepage berichten.
Sollten Sie Fragen haben, kontaktieren Sie mich gerne!
Bleiben Sie gesund, wir sehen und hören uns bald wieder!
Auf WIEDERhören
Michael Schwaninger
Vorsitzender
Cochlear Implant Verband Hessen – Rhein-Main e.V.
Am Samstag, 22. Februar 2020, findet von 11:00 bis 17:00 Uhr der erste Aktionstag „Wittgensteiner Miteinander" im Haus des Gastes in Bad Laasphe statt. Alle interessierten Bürger*innen von
jung bis alt sind dazu eingeladen.
Worum geht es?
Verschiedene Institutionen, Einrichtungen und Selbsthilfegruppen waren an der Vorbereitung beteiligt.
Sie alle beschäftigen sich hier in der Region mit Fragen der
Gesundheit, Inklusion und Barrierefreiheit.
Um diese Themen geht es nun auch auf dem Aktionstag „Wittgensteiner Miteinander".
Das Ziel des Aktionstags ist es, möglichst viele Akteure aus dem Raum Wittgenstein zusammenzubringen, die ihr Angebot vorstellen und den interessierten Besuchern Informationen und Beratung zu ganz unterschiedlichen Fragen anbieten können.
Außerdem gibt es viele Aktionen zum Mitmachen und Ausprobieren. Man kann zum Beispiel Rollstuhlbasketball und
Showdown-Tischball spielen. Oder man probiert verschiedene Hilfsmittel aus. Zum Beispiel eine virtuelle Realitätsbrille, die dabei helfen soll, sich das Rauchen abzugewöhnen. Die Aktionen sollen dazu anregen, umzudenken und neue Perspektiven anzunehmen.
Für Essen und Trinken ist bestens gesorgt! Der Eintritt ist
kostenlos. Die Bushaltestelle „Wilhelmsplatz" ist nur wenige
Meter vom Haus des Gastes entfernt.
Gestalten Sie den Tag mit uns für ein selbstverständliches
Miteinander in Wittgenstein!
Unter diesem Motto wurde heute eine Vernissage eröffnet, die im Wege einer Ausstellung in den Räumlichkeiten der Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige (Rothschildallee 16a, 60389 Frankfurt am Main) aktuelle Lösungswege und verfügbare Hilfsmittel zum barrierefreien Wohnen und Leben zeigt und gleichzeitig Einblicke in die Welt der Gehörlosen und Schwerhörigen gewährt.
Nach den Grußworten der Träger dieser Ausstellung sowie der Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld, Dezernentin für Soziales, Jugend und Recht der Stadt Frankfurt am Main wurde den 140 geladenen Gästen die Möglichkeit gegeben die Ausstellung zu besuchen und in die Welt des barrierefreien Wohnens und Lebens einzutauchen.
Für den CIV HRM e.V. konnte Michael Schwaninger auf Einladung der Geschäftsführerin der Frankfurter Stiftung Petra Blochius an dieser Eröffnung teilnehmen, nachdem er zuvor den Organisatoren der Ausstellung schon beratend zum Thema Cochlea Implantat (CI) zur Seite gestanden hat.
Das Thema CI wird in dieser Ausstellung anschaulich dargestellt, sowohl mit Exponaten der Komponenten (Implantat, Sprachprozessoren verschiedener Generationen) als auch mit Infografiken und einer Möglichkeit zum „Reinhören" mit dem Cochlea Implantat. Bildhafte Illustrationen wie die Sprachbanane oder die Darstellung von unterschiedlichen Arten von Schwerhörigkeit runden das Bild zum Thema Schwerhörigkeit hier ab.
Wichtig ist aber, dass die Ausstellung sich auch allen anderen Lebensbereichen zum barrierefreien Wohnen widmet, insofern ist ein Besuch auch für diejenigen sehr zu empfehlen, die schon alles über das CI und seine Möglichkeiten wissen.
Die Ausstellung ist an jedem letzten Mittwoch im Monat von 13-15 Uhr für Interessierte ohne Voranmeldung geöffnet. Interessenten wenden sich am besten per Email an hallofreiheit@glsh-stiftung.de
Januar 2020
Michael Schwaninger
Schwan oder Spahn? Sie sind dran!
Minimalpaare sind ein guter Hörtest, um das eigene Gehör zu prüfen!
Nutzen Sie u.a. den Welttag des Hörens am 03. März 2020, um Ihr Gehör wieder einmal professionell überprüfen zu lassen!
https://welttag-des-hoerens.de/
#taubundtrotzdemhoeren #cochleaimplantat #dcig #civhrm #welttagdeshoerens
Am 1. Advent feierte der CIV HRM e.V. wie in jedem Jahr sein Jahresendtreffen in der „Weinstube im Römer!" 43 Personen waren unserer Einladung gefolgt.
Fleißige Mitglieder der CI-SHG-Frankfurt dekorierten bereits früh am Sonntagmorgen adventlich die Tische mit Nüssen, Clementinen, Lebkuchen, Schokolade und selbstgebackenen Plätzchen von Karin Herwegh.
Besonders freuten wir uns über die Überraschungsgäste aus Darmstadt von der dortigen Selbsthilfegruppe und Gästen aus der Kaiserbergklinik, die dort gerade ihre Reha absolvierten.
Allen, die aus gesundheitlichen Gründen leider absagen mussten, wünschen wir baldige Genesung.
Gemeinsam ließen wir bei leckerem Essen das vergangene Jahr Revue passieren, wobei unser 30 jähriges Jubiläum natürlich der absolute Höhepunkt darstellte!
„Helfen macht glücklich" – die Dankbarkeit der Anwesenden für unsere langjährigen Beratungen und Unterstützungen zeigte uns wieder einmal, wie wichtig unsere ehrenamtliche Tätigkeit ist. Auch die gemeinsamen positiven Erinnerungen machen ganz besonders glücklich -von ihnen zehrt man am längsten. Erinnerungen wärmen von innen, langfristig!
Dazu fällt mir ein passendes Spruch – Zitat von (Buddha, 560-480 v. Chr.) ein:
„Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden ohne dass ihr Licht schwächer wird. Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird."
Auf dem wunderschönen, stimmungsvollen Weihnachtsmarkt direkt vor der Weinstube ließen wir den schönen Tag bei einem leckeren Glühwein ausklingen.
Wir wünschen allen von ganzem Herzen eine schöne, besinnliche Advents-und Weihnachtszeit!
Fotos: Dr. Hary Suhartono
Der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. (DSB) und die Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft e.V. (DCIG) vereinen sich in einem neuen Verbund!
Das beschlossen die Leitungsgremien beider Verbände bei einem Treffen in Frankfurt am Main. Am Ende des Treffens stand die „Frankfurter Erklärung".
Alle Infos https://www.schnecke-online.de/startseite/frankfurter-erklaerung-2019 !
Nun waren wir wieder einmal im Herz-Jesu-Kloster in Neustadt an der Weinstraße zu einem CI-Workshop zusammen gekommen. In früheren Zeiten hieß es schlicht „Seminar" – also tauften wir es um in Workshop-Seminar, wir wollen ja mit der Zeit gehen.
Der Ankunftstag am Freitag begann mit einem fröhlichen Begrüßen ringsum, die Zimmer wurden bezogen (durchwegs Doppelzimmer - es wurde die Frage laut, ob möglicherweise nette Bettwärmer oder ähnliches im Preis inbegriffen waren… ;-).
Pater Joseph führte uns anschließend durch das Kloster, das von der Ordensgemeinschaft um Pater Dehon 1920 in Neustadt/Weinstraße in einem kurz zuvor erworbenen stillgelegten Steinbruch gegründet wurde. Das ehemalige Haus des Steinbruchbesitzers wurde zum Seelsorgehaus mit einer Kapelle. Es sollte wesentlich umfangreicher gebaut werden, was jedoch aus finanziellen Gründen nicht mehr möglich war. Die Herz-Jesu-Priester waren ehemals als Missionare in Kamerun tätig und wurden von dort ausgewiesen.
Bei einer ausführlichen Kennenlern-Runde erhielten wir Einblicke in so manches
Hör-Schicksal. Trotz der unterschiedlichen Hörsituationen sind unsere Hoffnungen, Erwartungen und Beeinträchtigungen identisch; da entsteht schnell eine starke Verbundenheit.
Nach dem reichhaltigen Abendessen trafen wir uns in der Klosterschenke und hatten trotz der lautstarken Unterhaltung ringsum einen fröhlichen Abend, der sogar als eine Art „Hörtraining im Störgeräusch" angesehen werden konnte.
Der Samstag begann mit der Logopädin Frau Petra Pfeiffer aus Frankenthal, die uns in Wort und Bild über logopädische Vorgehensweisen und Hörtraining informierte. So erfuhren wir einige Dinge, über die wir uns bisher kaum Gedanken gemacht hatten.
Nachmittags konnten wir Herrn Bellagnech (CI-Ingenieur der Bosenbergklinik), begrüßen; er gab uns Ratschläge und Tipps im Umgang mit unseren Sprachprozessoren und sonstigem Zubehör, setzte vor Ort einige Geräte instand und erklärte deren Bedienung. Manch einer staunte sehr, was mit seinen Zusatzgeräten alles machbar war. Einige hatten zwar eine Reha gehabt, erhielten aber keine/kaum technische Einweisung.
Abends kam dann unsere „Mittagswanderung" an die Reihe, die wir wetterbedingt verschieben mussten - es regnete zwar immer noch, aber wir brauchten einfach etwas frische Luft! Trotz grauer Wolkendecke zeigte sich uns auf dem Rückweg ein Regenbogen. Auch eine riesige Rotte Wildschweine wehrten wir erfolgreich mit unseren Regenschirmen ab - Jägerlatein lässt grüßen….
Am Samstag ließen die Aktivsten unter uns den Abend noch einmal im Weinkeller ausklingen; manch anderer war von den vielen verschiedenen Eindrücken erschöpft und tankte lieber Kraft für den nächsten Tag.
Für Sonntagmorgen hatte sich Frau Sandra Grewenig (Dipl.-Psychologin und Psychotherapeutin der Bosenbergklinik) angesagt mit vielen Anregungen zur Stressbewältigung und Entspannung.
Nach dem letzten Mittagessen in unserer liebgewonnenen Gemeinschaft gab es das große Abschiednehmen mit vielen Versprechungen für ein baldiges Wiedersehen - das hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt!
Text: Elke Dreilich
Fotos und Layout: Viola Brandenfels
Die Idee hatte Manfred von Lucadou, mit der SHG-Frankfurt einen Ausflug nach Limburg zu machen. Er hatte auch schon fleißig Material gesammelt und sich beim Limburger Verkehrsverein nach Führungen erkundigt. Doch leider konnte er aus gesundheitlichen Gründen das Projekt nicht weiterführen.
Wir vom Vorstand der SHG fanden, dass es schade wäre, das Ganze in der Schublade verschwinden zu lassen. Es gelang mit Hilfe von Renate Hilkert und Renate Bach mittels Mails, Newsletter undper Post, schließlich 23 Teilnehmer zusammen zu bekommen.
Jan Röhrig von der DOA -RM hat uns als echter Limburger unterstützt und vor allen Dingen, seinen ehemaligen Lehrer Werner Löw, als Fremdenführer vermittelt.
Am Mittwoch dem 11.09. trafen wir uns um 14 Uhr am Limburger Bahnhof. Von da aus brachten uns Jan und seine Mutter zum Gasthaus Plötze, wo die Führung begann.
Limburgs Altstadt ist einer der wenigen unzerstörten mittelalterlichen Stadtkerne Deutschlands. Herr Löw konnte uns seine Geschichte und Geschichten in äußerst unterhaltsamer Weise erzählen.
Wir sahen wunderschöne Fachwerkhäuser, von denen jedes seine besondere Geschichte hat. An vielen Häusern sind kunstvolle Verzierungen zu bewundern. Interessant sind auch die Figuren und Schnitzereien wie Neidköpfe, Schreckmasken und Lebensbäume.
Ein besonderes Kleinod ist eines der ältesten Fachwerkhäuser Deutschlands, welches 1289 gebaut wurde.
Ein gotischer Hallenbau mit einer Mikwe, ein Fund der Bau-Archäologie. Heute beherbergt es ein Chorregister.
Limburg lag auf einem wichtigen Handelsweg zwischen Köln und Frankfurt. In Frankfurt erinnert bis heute noch das Haus „Alten Limpurg" am Römer daran, in dem wir übrigens unseren Stammtisch haben.
Zu guter Letzt kehrten wir in ein Altstadt-Café ein, Manfred und Hannelore von Lucadou hatten da schon die Stellung gehalten. Bei Kaffee und Kuchen und guten Gesprächen klang der Nachmittag aus.
Es war ein schöner Ausflug, das Städtchen Limburg ist auf jeden Fall eine Reise wert.
12.09.2019 Brigitte Oberkötter
Fotos: Wolfgang Kaiser
Hartnäckigkeit zahlt sich aus!
Ich hatte zugesagt, an der Befragung teilzunehmen, ohne Ahnung, was da auf mich zukommen wird.
Ich habe also zwei Mal die Unterlagen für Haus- und Kinderarzt bekommen, habe mir gedacht, das ist ja nicht so besonders schwierig, - aber das war leider doch ganz anders!
Da der eigene Hausarzt ausgeschlossen war, bin ich zunächst zu dem mir bekannten Kinderarzt, mit allen Unterlagen und auch dem Button „Ich bin taub, bitte sprich mit mir."
Doch leider kam ich nur bis zu den Damen bei der Anmeldung, die mir erklärten: „Keine Zeit, kommen Sie bitte später wieder". Ich habe das zur Verfügung gestellte Material dagelassen, kam später wieder, erhielt die Auskunft: „Kein Interesse!" Meine Antwort war: „Das tut mir leid, nicht für den Arzt, sondern die Kinder", die u.U. ja ein Hör- und damit Verstehproblem haben können. – 1. Versuch, also negativ.
Die beiden Kinderärzte in der Nachbarstadt, die ich aus der Zeit mit unserem Enkelbesuch kannte: „Keine Zeit, kommen Sie nach Ostern wieder!", - auch hier habe ich Material in der Praxis gelassen, bin fünfmal hingefahren (= 50 km) und hatte wenig Hoffnung, denn auch der letzte Besuch hatte, so sah ich das, keinen Erfolg. Doch – das übergebene Material ist offenbar doch gelesen worden und ich bekam Tage später den ausgefüllten Fragebogen und die Bestellung der angebotenen Broschüre zugeschickt. Also ein erster Erfolg!
Jetzt also zu den Hausärzten: Auch hier zunächst telefonische Vertagung in den meisten Fällen. Da ich ja auch nur zweimal das Material bestellt und bekommen hatte, habe ich aus meinem Fundus Cinderella-Hefte und Schnecke-Zeitungen ausgesucht, von den Fragebögen Kopien gemacht, - ich fand die angedachte Version, dass wir, die CI-Botschafter, die Fragebogen im Gespräch selbst ausfüllen sollten, nicht so glücklich. Zudem hatte ich die Fragebögen schon weiter gegeben, doch von dem ersten Kinderarzt wieder zurückbekommen.
Also ein neuer Startversuch: Ich habe einen mir persönlich nicht bekannten Arzt angerufen, erwähnt, dass ich ihn nicht, aber seine Mutter aus meiner Jugendzeit gut kenne und auf einen positiven Kontakt hoffe. Dieser Arzt rief mich später zurück, erwähnte, dass es in der Praxis schwer sei, einen Termin zu bekommen, aber - „Wir Ärzte haben alle sechs Wochen eine Ärztestammtisch und da können Sie - also Ich - ja gerne kommen und ihr „Referat" halten".
Das fand ich prima, also habe ich die Fragebogen kopiert, gehofft, dass das alles klappt und war als Erster in dem genannten Lokal. Die eintreffenden Ärzte waren informiert und ich konnte 45 min über das Thema Gehörlosigkeit und Cochlea-Implantat berichten, habe abschließend alle meine Kopien und Broschüren in der Runde gelassen, da mir klar war, dass hier keine Fragebogen-Kopien ausgefüllt werden würden.
Ich habe mich verabschiedet und hoffte auf ein positives Ergebnis, war jedoch aufgrund der vorher gemachten Erlebnisse skeptisch! Doch, Oh Wunder, zwei Tage später lagen alle Fragebögen ausgefüllt in unserem Briefkasten, die ich dann gerade noch fristgerecht nach Senden geschickt habe. Also doch, positiv erledigt, der Fall war für mich abgeschlossen.
Nein nicht ganz! Ich bekam letzte Woche Post von Barbara Gängler, mit der Information, dass ich bei der CI-Botschafter Aktion „Dialog auf Augenhöhe" den 2. und 4. Preis gewonnen habe! Es gibt also auch im Alter noch positive Erlebnisse.
Mit freundlichen Grüßen
Euer Mitglied der Selbsthilfegruppe Hessen-Rhein Main
Wolfgang Köbler
