Am 11.04.2026 fand eine Informationsveranstaltung bei der SHG „Besser Hören Haßloch – Pfalz" in den Räumen der evangelischen Christusgemeinde Haßloch statt.
Anfang des Jahres kam während unseres Treffens wieder einmal die Frage auf, welche Lichtsignalanlage heute zu empfehlen ist. Bei Humantechnik hat sich etwas bei der „Lisa" geändert, und die neue „Lisa" ist nicht mehr kompatibel zu der alten „Lisa".
Was ist nun mit der Anschaffung mit weiteren Zusatzgeräten und der Ersatzteilversorgung? Passen dazu die Teile von Bellmann? Welche ist besser? Wir hatten im Mai 2025, also kurz nach den Veränderungen zwar einen Referenten bei unserem Treffen, aber eigentlich fühlte sich niemand durch den Vortrag nun gut informiert. Dies lag daran, dass der Referent, so wie viele von uns, gehörlos war, aber für die Kommunikation die Gebärdensprache benutzte. Sein Co-Moderator Klaus versuchte von der Gebärdensprache und mit Hilfe der Präsentation zu übersetzen. Vielen Dank nochmals an Klaus für die Bemühungen beim Übersetzen.
Bei unserem Februar Treffen 2026 kam von Hiltrud und Fritz Karl (Mitglied der SHG „Besser Hören Haßloch – Pfalz") der Vorschlag, Fritzs Akustiker, Haluc Celik für einen Vortrag einzuladen. Das war, wie wir jetzt sagen können, eine sehr gute Idee.
Uns selbst war die Firma „Hörgeräte Feudenheim", die auch mehrere Filialen hat, und auch Haluc Celik vom Namen her schon seit fast 10 Jahren bekannt, auch dass Haluc Celik 2017 zum Hörakustiker des Jahres gewählt wurde, aber irgendwie kam es vorher nie zu einem Treffen mit ihm. Herr Celik betreut auch die Schwerhörigen-Schule in Frankenthal, so dass er ein enormes Wissen über die Probleme von Hörgeschädigten und die benötigte Technik hat.
Die Vorgespräche per Telefon liefen superfreundlich und kompetent, und Herr Celik nahm gerne noch mehrere Punkte in seinen Vortrag auf.
Der 11. April rückte näher, immer mehr Anmeldungen trafen bei uns ein. Am Schluss waren es 23 Anmeldungen. Unser normaler Gruppenraum, der Jugendraum der Evangelischen Christusgemeinde in Haßloch, der im Dachgeschoss liegt, wurde zu klein und bei dem angesagten Wetter viel zu heiß. Da wir ein sehr gutes Verhältnis zu der Gemeindeleitung haben, gelang es uns den Gottesdienstraum, der eigentlich vorher schon für den Gottesdienst am Sonntagvormittag gerichtet war, zu bekommen.
Das größte Problem war aber, dass im Jugendraum der Beamer einfach an das Notebook gesteckt werden kann, im Gottesdienstraum aber eine große Übertragungsanlage für Liveübertragungen mit mehreren Kameras und Mikrofonen installiert ist, die wir selbst noch nicht bedient hatten. Hier möchten wir uns noch mal ganz besonders bei Andreas Kurus und Xaver Hopfenspirger bedanken, die uns die nötigen Funktionen der Anlage ein und später wieder ausschalteten.
Die Veranstaltung begann fast pünktlich um 15 Uhr mit dem Austeilen der Roger Empfänger und dem üblichen Prozedere, was aber auch gleichzeitig der erste Programmpunkt des Vortrages über die Koppelmöglichkeiten der CIs war. Nun konnte jeder sehen, welche Zusatztechnik es für sein System gibt.
Es kommt auch immer wieder die Frage auf, warum der andere so gut hört und man selbst nicht. Diese Frage konnte Herr Celik aus seiner 15-jährigen Erfahrung als CI-Einsteller beantworten, auch wenn so mancher die Antwort nicht hören wollte:
1/3 hört problemlos ganz schnell gut
1/3 braucht bedingt durch die Hörbiografie sehr viel Übung und Logopädie
1/3 hat sehr schlechte Voraussetzungen aus der Hörbiografie und bemüht sich auch nicht wirklich, das neue Hören zu lernen. Sie sind zufrieden, damit überhaupt etwas hören und haben meistens noch ein Hörgeräteohr. Sie bemühen sich aber gar nicht um Logopädie, Reha und neue Einstellungen bei ihrem CI-Einsteller. Dies gilt genauso auch für viele Hörgeräteträger.
Dies können wir bestätigen, so sagte uns am letzten Gesundheitstag tatsächlich ein Besucher, er trage seine Hörgeräte nicht, weil er da immer so viele unbekannte und störende Geräusche hört.
Der letzte Punkt waren dann die Lichtsignalanlagen von Humantechnik und Bellmann, die aber leider nicht miteinander kompatibel sind. Hier gab Herr Celik wertvolle Tipps für den Aufbau und die Wartung und auch wenn es einmal Probleme mit dem Anlagenausfall gibt. Ein Hörakustiker, der sie verkauft, bietet meist auch einen Service für die Installation an, und auch bei Defekten ist der Verkäufer der Ansprechpartner.
Nach 18 Uhr endete dann die Veranstaltung mit zufriedenen Gesichtern, der Tag hat sich gelohnt.
Nicht vergessen sollten wir aber auch, dass damit unser Tag noch nicht zu Ende war. So musste Herr Celik auch wieder seine Ausstellung abbauen, und wir den Gottesdienstraum auch wieder für den Gottesdienst am Sonntagmorgen durch Abbau unserer Tische und Aufstellen der ca. 100 Stühle richten. Kurz nach 20 Uhr war das erledigt, und wir konnten auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken.
Einen herzlichen Dank an Herrn Celik für die gute verständnisvolle Präsentation und einen besonderen Dank an meinen Ehemann Lothar für die große Unterstützung und Organisation.
Mai 2026
Ricarda und Lothar Neuberg